Kommunikation & Journey

Save the Date

Save the Date – wörtlich „Reserviere den Termin“ – ist eine frühe Vorab-Kommunikation an die Zielgruppe einer Veranstaltung. Sie informiert über Datum und Ort, häufig noch ohne fertiges Programm, und soll Interessierten die Möglichkeit geben, den Termin im Kalender zu blockieren, bevor andere Verpflichtungen vorgehen.

Was ist Save the Date?

Eine Save-the-Date-Kommunikation ist die früheste Stufe der Teilnehmer­ansprache: Lange bevor das endgültige Programm steht oder der Ticketverkauf startet, geht eine schlichte Information an die Zielgruppe – Datum, Ort, ggf. Thema. Ziel ist ein einziges: den Kalender­slot zu blockieren, bevor andere Termine den Platz beanspruchen.

Bei wiederkehrenden Veranstaltungen wie Jahrestagungen oder Großkongressen ist Save the Date heute Standard – und ein erstaunlich wirkungsvoller Frühindikator für die spätere Buchungs­quote.

Was eine Save-the-Date-Nachricht enthalten soll

  • Datum – exakt, ohne Wenn und Aber
  • Veranstaltungsort – Stadt und Land, ggf. konkrete Location
  • Veranstaltungstyp: Kongress, Symposium, Jahrestagung
  • Veranstaltender Verband oder Organisation
  • Voraussichtliches Thema oder Schwerpunkt (optional, wenn schon bekannt)
  • Vorgesehene Anmelde­öffnung als Datumshinweis
  • Möglichkeit zur Pre-Registration oder zum Eintrag in den Verteiler
  • Link zur Eventwebsite – sei sie auch nur eine Landingpage
  • Visuell ansprechende Gestaltung – macht Lust auf die Teilnahme

Zeitpunkt

Der optimale Zeitpunkt hängt vom Format ab:

  • Großkongresse: 9–12 Monate vor dem Event, oft direkt nach dem Vorjahres-Event
  • Mittelgroße Konferenzen: 6–9 Monate
  • Kleinere Symposien: 3–6 Monate

Wer zu früh sendet, riskiert Vergessen; wer zu spät kommt, verliert den Kalenderslot. Bei zielgruppen­spezifisch dichter Terminlandschaft (z. B. Medizinerinnen mit vielen Pflicht­fortbildungen) lohnt früher dran zu sein.

Wirkung und Messung

Save the Date ist messbar wertvoll:

  • Conversion-Rate: Empfänger, die später auch buchen, sind ein direkter KPI
  • Click-through-Rate auf die Eventwebsite
  • Pre-Registration-Eintragungen als qualifizierter Vorlauf
  • Social-Media-Sharing als Reichweiten-Indikator
  • Anzahl früher Buchungen in der Verkaufsphase

In der Praxis zeigt sich häufig: Wer eine Save-the-Date-Mail öffnet und durchklickt, bucht mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit als kalter Traffic.

DSGVO und Datenbasis

Save-the-Date-Mailings sind Marketing-Kommunikation und brauchen eine entsprechende Rechtsgrundlage:

  • Empfänger müssen eingewilligt haben (Newsletter, Tagungsteilnahme mit Marketing-Opt-in)
  • Vorjahres-Teilnehmer erhalten Save-the-Date nur, wenn ihre Einwilligung zur Folgekommunikation eingeholt wurde
  • Klare Abmelde-Möglichkeit muss vorhanden sein
  • Aufbewahrung der Einwilligungen versionsgenau dokumentieren

Eine gute Plattform-Praxis: Im DSGVO-Konzept ein dediziertes Opt-in für „Information über folgende Veranstaltungen“ vorsehen, sauber getrennt von der Pflichtkommunikation zum aktuellen Event.

Best Practices

  • Klare Markenbindung: Das Save the Date muss erkennbar zur Veranstaltungs­serie gehören
  • Einfache Pre-Registration: Wer interessiert ist, kann sich mit einem Klick registrieren
  • Mobile-optimiert: Empfänger lesen Mails überwiegend am Smartphone
  • iCal-Datei zum Eintragen des Termins direkt in den Kalender
  • Reminder-Strategie: Eine zweite Welle 4–6 Monate später mit ersten Programminhalten
  • Eventspezifischer Absender – nicht aus dem allgemeinen Newsletter-Pool, sondern als Einzelmail

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