Ticketing & Registrierung

No-Show-Rate

Die No-Show-Rate ist der prozentuale Anteil angemeldeter oder gebuchter Personen, die nicht zur Veranstaltung erscheinen bzw. beim Check-in nicht erfasst werden – ein wichtiger Indikator für Kapazitätsplanung, Catering-Kalkulation und die Bewertung des Event-ROI.

Was ist die No-Show-Rate?

Bei jeder Veranstaltung gibt es eine Lücke zwischen Anmeldungen und tatsächlichen Anwesenheiten. Diese Lücke wird als No-Show-Rate bezeichnet. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen für Veranstaltungsplaner – und wird oft unterschätzt.

Branchen­typische No-Show-Raten liegen je nach Veranstaltungstyp zwischen 10 % (kostenpflichtige Kongresse) und über 50 % (kostenlose Online-Events). Wer die eigene Rate kennt, kann besser planen.

Berechnung der No-Show-Rate

Die Formel ist einfach:

No-Show-Rate (%) = (Registrierungen − Tatsächlich erschienen) ÷ Registrierungen × 100

Beispiel: 500 Anmeldungen, 420 Check-ins → No-Show-Rate = (500 − 420) ÷ 500 × 100 = 16 %

Voraussetzung für eine genaue Berechnung ist ein zuverlässiges digitales Check-in-System, das jeden Einlass erfasst.

Einflussfaktoren auf die No-Show-Rate

  • Kostenpflichtig vs. kostenlos: Bezahlte Tickets reduzieren No-Shows drastisch – wer Geld investiert hat, erscheint eher.
  • Lead-Time: Je weiter im Voraus die Anmeldung erfolgte, desto höher die No-Show-Rate (Lebensumstände ändern sich).
  • Reminder-Kommunikation: Gezielte Erinnerungsmails 1 Woche und 1 Tag vor dem Event senken No-Shows nachweislich.
  • Reiseaufwand: Lokale Events haben höhere Erscheinungsraten als solche mit weiten Anreisewegen.
  • Paralleltermine: Konkurrenz durch andere Events, Ferien oder Branchenmessen erhöht die No-Show-Rate.
  • Event-Format: Hybrid- und Online-Events haben tendenziell höhere No-Show-Raten als Präsenz-Events.

Nutzung der No-Show-Rate in der Planung

  • Kapazitätsplanung: Räume und Sitzplätze können auf Basis historischer No-Show-Raten optimiert werden.
  • Catering-Kalkulation: Verpflegungsmengen werden realistischer angesetzt, wenn die erwartete Anwesenheitszahl bekannt ist.
  • ROI-Bewertung: Sponsor­präsentationen, Networking-Wert und Reichweite werden genauer bewertet, wenn die tatsächliche Teilnehmerzahl bekannt ist.
  • Overbooking-Strategien: Analog zu Flug-Tickets können mehr Plätze verkauft werden als vorhanden, wenn die historische No-Show-Rate bekannt und stabil ist.

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