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Peer-Reviewing

Peer-Reviewing ist die fachliche Bewertung eingereichter Abstracts oder Beiträge durch unabhängige Gutachter (Peers) aus derselben wissenschaftlichen Community. Es bildet die Grundlage für die Auswahl von Vorträgen und Postern und sichert die wissenschaftliche Qualität eines Kongressprogramms.

Was ist Peer-Reviewing?

Beim Peer-Reviewing wird ein eingereichter Beitrag durch fachlich qualifizierte Personen aus derselben Community bewertet, bevor er in das Programm eines Kongresses aufgenommen wird. Es ist das zentrale Qualitätssicherungsinstrument im wissenschaftlichen Tagungswesen und überträgt das aus Fachzeitschriften bekannte Verfahren auf den Kontext von Konferenzen.

Im Rahmen des Abstract Managements folgt das Reviewing direkt auf den Abschluss des Call for Papers und liefert die Entscheidungsgrundlage für das anschließende Scheduling.

Verfahrensformen

  • Single-Blind: Die Gutachter kennen die Identität der Einreichenden, umgekehrt nicht. Häufigste Form.
  • Double-Blind: Beide Seiten sind anonymisiert. Reduziert Voreingenommenheit, erfordert aber sorgfältige Anonymisierung der Texte.
  • Open Review: Identitäten und Bewertungen sind transparent. Fördert Verantwortlichkeit, kann aber kritische Bewertungen erschweren.
  • Triple-Blind: Auch die Programmkomitee-Mitglieder kennen die Gutachter nicht – seltenste, strengste Form.

Der Review-Prozess

  1. Zuweisung: Eingereichte Abstracts werden Gutachtern nach Themengebiet, Sprachkenntnis und Verfügbarkeit zugewiesen – idealerweise mehrere Gutachter pro Beitrag. Mit Converia erleichtert mit automatischer Zuweisung nach thematischer Kompetenz und Auslastung das Handling bei Hunderten Beiträgen und Zig Autoren.
  2. Konfliktprüfung: Befangenheiten (Co-Autorenschaft, Institutionszugehörigkeit, persönliche Beziehungen) werden geprüft und ausgeschlossen.
  3. Bewertung: Gutachter bewerten anhand definierter Kriterien (Relevanz, Originalität, Methodik, Klarheit) auf Scorecards.
  4. Aggregation: Die Bewertungen werden vom Programmkomitee zusammengeführt und gewichtet.
  5. Entscheidung: Annahme, Ablehnung oder Überarbeitung – mit standardisiertem Feedback an die Einreichenden.

Qualitätssicherung beim Peer-Reviewing

  • Mindestens zwei, idealerweise drei Gutachten pro Beitrag
  • Klare, schriftlich dokumentierte Bewertungskriterien
  • Systematische Erfassung und Auflösung von Interessenkonflikten
  • Anonymisierung sorgfältig prüfen (auch Selbstzitate können Identitäten verraten)
  • Schiedsverfahren für stark abweichende Bewertungen
  • Dokumentation aller Entscheidungen für spätere Nachvollziehbarkeit

Verwandte Begriffe

Wissenschaftliche Qualität strukturiert sichern

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