Was ist eine Breakout-Session?
Die Breakout-Session unterbricht den Plenarbetrieb eines Kongresses bewusst: Statt alle Teilnehmenden in einem großen Saal zu haben, teilen sie sich in kleinere Gruppen in separate Räume auf, um dort intensiver, interaktiver und themenspezifischer zu arbeiten. Der Begriff stammt aus dem amerikanischen Tagungswesen („to break out") und hat sich auch international etabliert.
Im Unterschied zu klassischen Parallelvorträgen liegt der Fokus auf aktiver Teilnahme – Diskussion, Arbeitsphasen, Übungen statt reinen Zuhörens.
Typische Einsatzgebiete
- Vertiefung eines Plenarthemas: Nach einer Keynote in kleinen Gruppen weiterdiskutieren
- Best-Practice-Austausch: Praktiker teilen Erfahrungen in moderierten Runden
- Hands-On-Workshops: Anwendung konkreter Methoden mit Übungen
- Networking nach Interessen: Themenbasierte Zusammenführung der Teilnehmenden
- Problemlösungs-Sessions: Konkrete Herausforderungen kollaborativ angehen
- Strategie-Diskussionen: Vor- und Nachbereitung von Vorstandsentscheidungen
- Mentorings und Coaching: Strukturierter Austausch zwischen Erfahrenen und Einsteigenden
Format-Varianten
- Workshop-Format: Strukturierte Arbeitsphasen mit Übungen, ggf. mit konkretem Output
- Diskussions-Runde: Moderiertes Gespräch in kleiner Gruppe
- Pecha Kucha / Lightning Talks: Mehrere kurze Inputs, dann gemeinsame Diskussion
- Fishbowl: Innere Diskussionsrunde, äußerer Kreis als Beobachter, freier Wechsel
- Open Space / World Café: Mehrere Themen, freie Bewegung der Teilnehmenden
- BarCamp-Session: Spontan zusammengestelltes Thema
Organisatorische Aspekte
- Kapazitätsmanagement: Räume haben Maximalbelegungen – Anmeldung muss begrenzbar sein
- Vorausanmeldung: Teilnehmende reservieren ihre Sessions vorab im persönlichen Programm
- Raumzuweisung: Klare Beschilderung und Wegweiser, ggf. Lagepläne in der Event-App
- Moderation: Erfahrene Moderatoren oder Facilitatoren statt klassischer Vortragender
- Materialvorbereitung: Flipcharts, Stifte, Karten, ggf. Vorlagen
- Dokumentation: Ergebnisse je Session festhalten und teilen
- Anschluss ans Plenum: Wie fließen Erkenntnisse zurück ins Hauptprogramm?
Best Practices
- Realistische Teilnehmerzahl pro Session festlegen, nicht überbuchen
- Erfahrene Moderatoren briefen, nicht erst beim Event erklären
- Vor der Session Erwartungsmanagement: Was wird hier passieren?
- Klar gestaltete Übergänge zwischen Plenum und Breakout
- Nach der Session kurzes Reporting – idealerweise zurück ins Plenum
- Bei mehreren parallelen Sessions am gleichen Slot: thematische Komplementarität sicherstellen
Converia kann das
Breakout-Sessions in Converia
Converia verwaltet auch komplexe parallele Sessionstrukturen: kapazitätsbegrenzte Anmeldung pro Session, Wartelisten, persönlicher Sessionplan im Teilnehmerportal und Check-in pro Session am QR-Code – ohne Zettelwirtschaft.
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